Bewusst naschen – Fruchtgummis ohne Süßstoffe und Zucker in Süßigkeiten

23.09.2026
Rockets Bio-Fruchtgummis mit Früchten und kleinen Schalen

Hallo Genussfreund,

Bewusst naschen bedeutet für mich nicht, Genuss kleinzureden. Bei Fruchtgummis ohne Süßstoffe lohnt sich trotzdem ein Blick auf den Zucker in Süßigkeiten und auf die tatsächliche Portionsgröße.

Weniger Zucker genau vergleichen

Beim Zucker in Süßigkeiten lohnt sich der Blick auf die Nährwerttabelle. Die Bio-Fruchtgummis von Rockets enthalten laut den Produktangaben 10 Gramm Zucker je 100 Gramm; zwei Stück kommen auf 0,8 Gramm Zucker und vier Gramm Ballaststoffe.

Ohne Gelatine und ohne Zuckeralkohole

Pektin sorgt für den weichen Biss. Gelatine wird nicht verwendet. Statt Erythrit oder Maltit kommt ein ballaststoffreicher Oligosirup zum Einsatz, ergänzt durch etwas Bio-Rohrzucker.

Sorten mit unterschiedlichen Zutaten

Vier Varianten sind vegan. Bio Immun ist wegen Propolis vegetarisch. Weitere Sorten enthalten unter anderem Melatonin, pflanzliches Koffein oder Gemüsepulver. Auch bei Süßigkeiten ohne Süßstoffe bleibt die empfohlene Portion wichtig.

Was für Konsistenz und Süße sorgt

Bei den beschriebenen Bio-Fruchtgummis übernimmt Pektin die Aufgabe der Gelatine. Für die Süße wird ein ballaststoffreicher Oligosirup mit etwas Bio-Rohrzucker kombiniert, statt Zuckeralkohole wie Erythrit oder Maltit einzusetzen. Auch ballaststoffreiche Süßigkeiten bleiben Süßigkeiten – eine kleine Portion ist deshalb die sinnvollste Kostprobe.

Auch hier gilt: lieber bewusst auswählen, langsam genießen und die kleine Portion wirklich wahrnehmen.

Genussvolle Grüße,
Dein Alexander

Quellhinweise

Produkt- und Nährwertangaben laut Rockets/auteniQ. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung.

Quellenverzeichnis: 

Bas Kast (Der Ernährungskompass) 

  • Harvard University – Langzeitstudie zu Fettsäuren und Sterblichkeitsrisiko: Kast bezieht sich auf eine Untersuchung an über 126.000 Menschen über 32 Jahre. Diese Studie belegt das im Newsletter erwähnte "Butter-Paradoxon": Wer Kohlenhydrate oder gesättigte Fette (wie in Butter) durch pflanzliche, ungesättigte Fette ersetzt, senkt sein allgemeines Sterblichkeitsrisiko signifikant. 
  • Harvard University – Studie zu Schlankmachern: Eine weitere große Auswertung aus Harvard offenbarte, dass der Verzehr von Nüssen, obwohl sie kalorienreich sind, überraschenderweise vor Übergewicht schützt. Je mehr Nüsse die Probanden aßen, desto geringer fiel ihre Gewichtszunahme aus. Nüsse sind demnach stark mit einem flacheren Bauch assoziiert. 
  • Forschungen zum „Eiweiß-Effekt“ (Stephen Simpson & David Raubenheimer): Kast stützt sich auf die bahnbrechenden Experimente dieser Forscher (u.a. in Oxford und im Schweizer Chalet durchgeführt). Sie beweisen, dass unser Körper auf die Zufuhr von Proteinen programmiert ist. Kleine Proteinbomben wie Nüsse stillen diesen spezifischen Hunger enorm schnell und bewahren uns davor, uns unbewusst mit kohlenhydratreichem Essen zu überfressen. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien) zum Herz-Kreislauf-System: Kast zitiert dieses groß angelegte Experiment mit rund 7.500 Teilnehmern, das gezeigt hat, dass eine fettreiche Ernährung – gezielt ergänzt mit einer täglichen Ration Nüssen (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln) – vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und das Schlaganfallrisiko drastisch senkt. 

 

Prof. Dr. Andreas Michalsen (Ernährung. Meine Quintessenz) 

  • UK Biobank Studie – Nüsse als „Mood Food“ (Depressionsrisiko): Prof. Michalsen zitiert eine Datenanalyse der UK Biobank, bei der zwischen 2007 und 2020 rund 13.000 Menschen untersucht wurden. Das Ergebnis zeigte deutlich: Der tägliche Verzehr von etwa 30 Gramm Nüssen reduziert das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um 17 Prozent. 
  • Forschungen der Universität Graz zu Spermidin und Autophagie (Frank Madeo & Tobias Eisenberg): Michalsen führt die molekularbiologischen Studien aus Graz an, die Spermidin als echtes "Fasten-Mimetikum" (eine Substanz, die Fasteneffekte imitiert) identifizierten. Da Nüsse gute Quellen für Spermidin sind, kurbeln sie die Autophagie – das lebensverlängernde, zelluläre Selbstreinigungsprogramm des Körpers – an. 
  • Mikrobiom-Forschung zu Ballaststoffen und kurzkettigen Fettsäuren: Michalsen verweist auf den breiten Konsens der modernen Forschung zum Mikrobiom. Die unverdaulichen Ballaststoffe in Nüssen dienen den guten Darmbakterien als Futter. Aus ihnen produzieren die Bakterien kurzkettige Fettsäuren (wie Buttersäure), die Entzündungen hemmen, die Darmbarriere stärken und indirekt über das Hormon GLP-1 stark sättigend wirken. 
  • Kalorienverwertung von Nüssen (u.a. Studien der Arizona State University & Weizmann-Institut): Michalsen erklärt das Phänomen, dass beim Verzehr von Nüssen gar nicht das gesamte Fett vom Körper aufgenommen wird. Durch die Ballaststoffgerüste landet ein messbarer Teil der Nuss-Kalorien unverdaut in der Toilette, weshalb diese Fettsäuren nicht als Hüftspeck enden können. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien): Auch Prof. Michalsen zieht diesen Meilenstein der Ernährungsforschung (die Predimed-Studie mit über 7.000 Teilnehmern) heran, um zu untermauern, dass Nüsse und Olivenöl als gesunde Fette das Risiko für schwere Herzinfarkte und Schlaganfälle um 30 Prozent verringern können.