Alternativen zu Wasser – Zucker und Kalorien in Getränken im Blick

22.09.2026
Zwei Gläser mit goldgelbem Bier und Schaumkrone beim Anstoßen

Hallo Genussfreund,

Du trinkst normalerweise kaum Bier, suchst aber nach Alternativen zu Wasser? Dann könnte alkoholfreies Bier eine neue Getränkeidee für Dich sein. Gerade wenn Du auf Zucker in Getränken und Kalorien in Getränken achtest, lohnt sich ein genauer Blick.

Beim Einkauf auf den Zuckergehalt achten

Achte bei der Wahl Deines alkoholfreien Bieres auf den Zuckergehalt, denn die Unterschiede sind beachtlich. Vergleiche auch die Kalorienangaben. So kannst Du bewusst auswählen, was Du ins Glas füllst.

Hopfen bringt Bitterstoffe ins Getränk. Wenn Dir ein herber Geschmack gefällt, ist das vielleicht eine Gelegenheit, etwas Neues zu probieren.

Was die Forschung am Hopfen interessiert

Prof. Andreas Michalsen macht auf Inhaltsstoffe des Hopfens aufmerksam, darunter Polyphenole und Bitterstoffe. In den dazu beschriebenen Untersuchungen geht es unter anderem um Sättigung, Stoffwechsel und Gehirnleistung.

Dabei muss man genau hinsehen: Bei den Untersuchungen zu Sättigung und Gehirnleistung wurde Bitterhopfenextrakt eingesetzt. Die genannten Arbeiten aus Erlangen und Wien zum Stoffwechsel waren Tierstudien. Daraus lässt sich kein Versprechen ableiten, dass ein Glas alkoholfreies Bier beim Abnehmen hilft oder Krankheiten verhindert.

Was dazu wunderbar schmeckt

Zu dem kühlen Getränk passen naturbelassene oder geröstete Nüsse geschmacklich wunderbar. Auch ungesalzene Nüsse sind eine schöne Begleitung.

Für besonders genussvolle Momente ist mein Favorit ein meisterhafter Ibérico von Cinco Jotas. Der beste Schinken, den ich je gegessen habe – und eine wunderbare Begleitung zu einem kühlen Getränk.

Wohl bekomm’s!
Dein Alexander

Quellhinweise

  • Studie zu Sättigung und Abnehmen: Bitterhopfenextrakt in Kapselform vor den Mahlzeiten bei gesunden jungen Männern; untersucht wurden unter anderem Sättigungshormone und Nahrungsaufnahme.
  • Studien aus Erlangen und Wien, 2018: Tierstudien zu Hopfen-Alphasäuren, Stoffwechsel und Leber.
  • Studie zu Blutdruck und Herz-Kreislauf-Risiko: vierwöchiger Vergleich von alkoholhaltigem Bier, alkoholfreiem Bier und Gin bei Menschen mit beginnendem Bluthochdruck.
  • Studie zur Gehirnleistung: Bitterhopfenextrakt oder Placebo bei 60 Erwachsenen mit leichten kognitiven Einschränkungen über zwölf Wochen.

Quellenverzeichnis: 

Bas Kast (Der Ernährungskompass) 

  • Harvard University – Langzeitstudie zu Fettsäuren und Sterblichkeitsrisiko: Kast bezieht sich auf eine Untersuchung an über 126.000 Menschen über 32 Jahre. Diese Studie belegt das im Newsletter erwähnte "Butter-Paradoxon": Wer Kohlenhydrate oder gesättigte Fette (wie in Butter) durch pflanzliche, ungesättigte Fette ersetzt, senkt sein allgemeines Sterblichkeitsrisiko signifikant. 
  • Harvard University – Studie zu Schlankmachern: Eine weitere große Auswertung aus Harvard offenbarte, dass der Verzehr von Nüssen, obwohl sie kalorienreich sind, überraschenderweise vor Übergewicht schützt. Je mehr Nüsse die Probanden aßen, desto geringer fiel ihre Gewichtszunahme aus. Nüsse sind demnach stark mit einem flacheren Bauch assoziiert. 
  • Forschungen zum „Eiweiß-Effekt“ (Stephen Simpson & David Raubenheimer): Kast stützt sich auf die bahnbrechenden Experimente dieser Forscher (u.a. in Oxford und im Schweizer Chalet durchgeführt). Sie beweisen, dass unser Körper auf die Zufuhr von Proteinen programmiert ist. Kleine Proteinbomben wie Nüsse stillen diesen spezifischen Hunger enorm schnell und bewahren uns davor, uns unbewusst mit kohlenhydratreichem Essen zu überfressen. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien) zum Herz-Kreislauf-System: Kast zitiert dieses groß angelegte Experiment mit rund 7.500 Teilnehmern, das gezeigt hat, dass eine fettreiche Ernährung – gezielt ergänzt mit einer täglichen Ration Nüssen (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln) – vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und das Schlaganfallrisiko drastisch senkt. 

 

Prof. Dr. Andreas Michalsen (Ernährung. Meine Quintessenz) 

  • UK Biobank Studie – Nüsse als „Mood Food“ (Depressionsrisiko): Prof. Michalsen zitiert eine Datenanalyse der UK Biobank, bei der zwischen 2007 und 2020 rund 13.000 Menschen untersucht wurden. Das Ergebnis zeigte deutlich: Der tägliche Verzehr von etwa 30 Gramm Nüssen reduziert das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um 17 Prozent. 
  • Forschungen der Universität Graz zu Spermidin und Autophagie (Frank Madeo & Tobias Eisenberg): Michalsen führt die molekularbiologischen Studien aus Graz an, die Spermidin als echtes "Fasten-Mimetikum" (eine Substanz, die Fasteneffekte imitiert) identifizierten. Da Nüsse gute Quellen für Spermidin sind, kurbeln sie die Autophagie – das lebensverlängernde, zelluläre Selbstreinigungsprogramm des Körpers – an. 
  • Mikrobiom-Forschung zu Ballaststoffen und kurzkettigen Fettsäuren: Michalsen verweist auf den breiten Konsens der modernen Forschung zum Mikrobiom. Die unverdaulichen Ballaststoffe in Nüssen dienen den guten Darmbakterien als Futter. Aus ihnen produzieren die Bakterien kurzkettige Fettsäuren (wie Buttersäure), die Entzündungen hemmen, die Darmbarriere stärken und indirekt über das Hormon GLP-1 stark sättigend wirken. 
  • Kalorienverwertung von Nüssen (u.a. Studien der Arizona State University & Weizmann-Institut): Michalsen erklärt das Phänomen, dass beim Verzehr von Nüssen gar nicht das gesamte Fett vom Körper aufgenommen wird. Durch die Ballaststoffgerüste landet ein messbarer Teil der Nuss-Kalorien unverdaut in der Toilette, weshalb diese Fettsäuren nicht als Hüftspeck enden können. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien): Auch Prof. Michalsen zieht diesen Meilenstein der Ernährungsforschung (die Predimed-Studie mit über 7.000 Teilnehmern) heran, um zu untermauern, dass Nüsse und Olivenöl als gesunde Fette das Risiko für schwere Herzinfarkte und Schlaganfälle um 30 Prozent verringern können.