Tee täglich trinken – Inhaltsstoffe im Tee, grüner oder schwarzer Tee

23.09.2026
Eine Tasse japanischer Grüntee neben einer Teekanne

Hallo Genussfreund,

Tee täglich trinken ist für mich Genuss und Ritual zugleich. Die Inhaltsstoffe im Tee unterscheiden sich je nach Sorte – und auch die Frage grüner oder schwarzer Tee führt zu unterschiedlichen Zubereitungen.

Blattaufguss oder ganzes Teeblatt

Grüner Tee wird mit Wasser aufgegossen, Matcha Tee dagegen vollständig als feines Pulver eingerührt. Dadurch unterscheiden sich Geschmack, Mundgefühl und Zubereitung deutlich.

Die Ziehzeit verändert den Geschmack

Eine kurze Tee Ziehzeit ergibt meist einen milderen Aufguss. Längeres Ziehen macht Grüntee kräftiger und bitterer und löst mehr Pflanzenstoffe aus den Blättern. Japanische Tees werden häufig mit deutlich kühlerem Wasser zubereitet als Schwarztee.

Ein bewusstes Teeritual

Sencha, Bancha, Matcha oder Kräutertee bieten unterschiedliche Momente. Entscheidend ist nicht eine vermeintlich perfekte Sorte, sondern die Zubereitung, die persönlich schmeckt und regelmäßig Freude macht.

Ziehzeit verändert Geschmack und Inhaltsstoffe

Kurze Ziehzeiten ergeben bei vielen Grüntees einen milderen, feineren Aufguss. Eine längere Ziehzeit löst mehr Pflanzenstoffe, bringt aber oft auch deutlich mehr Bitterkeit ins Glas. Matcha funktioniert anders: Das fein vermahlene Blatt wird mitgetrunken. Welche Variante passt, entscheidet deshalb nicht nur die Uhr, sondern auch der gewünschte Geschmack.

Entscheidend ist nicht die vermeintlich perfekte Sorte, sondern ein Tee, dessen Zubereitung Freude macht und dessen Geschmack gern wiederkehrt.

Genussvolle Grüße,
Dein Alexander

Quellhinweise

Prof. Dr. Andreas Michalsen: Ernährung. Meine Quintessenz. Bas Kast: Der Ernährungskompass.

Quellenverzeichnis: 

Bas Kast (Der Ernährungskompass) 

  • Harvard University – Langzeitstudie zu Fettsäuren und Sterblichkeitsrisiko: Kast bezieht sich auf eine Untersuchung an über 126.000 Menschen über 32 Jahre. Diese Studie belegt das im Newsletter erwähnte "Butter-Paradoxon": Wer Kohlenhydrate oder gesättigte Fette (wie in Butter) durch pflanzliche, ungesättigte Fette ersetzt, senkt sein allgemeines Sterblichkeitsrisiko signifikant. 
  • Harvard University – Studie zu Schlankmachern: Eine weitere große Auswertung aus Harvard offenbarte, dass der Verzehr von Nüssen, obwohl sie kalorienreich sind, überraschenderweise vor Übergewicht schützt. Je mehr Nüsse die Probanden aßen, desto geringer fiel ihre Gewichtszunahme aus. Nüsse sind demnach stark mit einem flacheren Bauch assoziiert. 
  • Forschungen zum „Eiweiß-Effekt“ (Stephen Simpson & David Raubenheimer): Kast stützt sich auf die bahnbrechenden Experimente dieser Forscher (u.a. in Oxford und im Schweizer Chalet durchgeführt). Sie beweisen, dass unser Körper auf die Zufuhr von Proteinen programmiert ist. Kleine Proteinbomben wie Nüsse stillen diesen spezifischen Hunger enorm schnell und bewahren uns davor, uns unbewusst mit kohlenhydratreichem Essen zu überfressen. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien) zum Herz-Kreislauf-System: Kast zitiert dieses groß angelegte Experiment mit rund 7.500 Teilnehmern, das gezeigt hat, dass eine fettreiche Ernährung – gezielt ergänzt mit einer täglichen Ration Nüssen (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln) – vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und das Schlaganfallrisiko drastisch senkt. 

 

Prof. Dr. Andreas Michalsen (Ernährung. Meine Quintessenz) 

  • UK Biobank Studie – Nüsse als „Mood Food“ (Depressionsrisiko): Prof. Michalsen zitiert eine Datenanalyse der UK Biobank, bei der zwischen 2007 und 2020 rund 13.000 Menschen untersucht wurden. Das Ergebnis zeigte deutlich: Der tägliche Verzehr von etwa 30 Gramm Nüssen reduziert das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um 17 Prozent. 
  • Forschungen der Universität Graz zu Spermidin und Autophagie (Frank Madeo & Tobias Eisenberg): Michalsen führt die molekularbiologischen Studien aus Graz an, die Spermidin als echtes "Fasten-Mimetikum" (eine Substanz, die Fasteneffekte imitiert) identifizierten. Da Nüsse gute Quellen für Spermidin sind, kurbeln sie die Autophagie – das lebensverlängernde, zelluläre Selbstreinigungsprogramm des Körpers – an. 
  • Mikrobiom-Forschung zu Ballaststoffen und kurzkettigen Fettsäuren: Michalsen verweist auf den breiten Konsens der modernen Forschung zum Mikrobiom. Die unverdaulichen Ballaststoffe in Nüssen dienen den guten Darmbakterien als Futter. Aus ihnen produzieren die Bakterien kurzkettige Fettsäuren (wie Buttersäure), die Entzündungen hemmen, die Darmbarriere stärken und indirekt über das Hormon GLP-1 stark sättigend wirken. 
  • Kalorienverwertung von Nüssen (u.a. Studien der Arizona State University & Weizmann-Institut): Michalsen erklärt das Phänomen, dass beim Verzehr von Nüssen gar nicht das gesamte Fett vom Körper aufgenommen wird. Durch die Ballaststoffgerüste landet ein messbarer Teil der Nuss-Kalorien unverdaut in der Toilette, weshalb diese Fettsäuren nicht als Hüftspeck enden können. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien): Auch Prof. Michalsen zieht diesen Meilenstein der Ernährungsforschung (die Predimed-Studie mit über 7.000 Teilnehmern) heran, um zu untermauern, dass Nüsse und Olivenöl als gesunde Fette das Risiko für schwere Herzinfarkte und Schlaganfälle um 30 Prozent verringern können.