Mit Begeisterung lernen – Neues lernen im Alter und geistig aktiv bleiben

23.09.2026
Bücher von Andreas Michalsen über Ernährung und Gesundheit

Hallo Genussfreund,

Mit Begeisterung lernen hält Neugier lebendig. Neues lernen im Alter und geistig aktiv bleiben funktionieren besonders gut, wenn echtes Interesse den Anfang macht.

Begeisterung öffnet die Tür

Neues lernen gelingt leichter, wenn echtes Interesse dahintersteht. Der Hirnforscher Gerald Hüther beschreibt Begeisterung als wichtigen Antrieb für neue Verbindungen im Gehirn – auch beim Lernen im Alter.

Kleine Dosen reichen

Motivation zum Lernen muss kein großes Projekt beginnen. Eine unbekannte Honigsorte, ein neues Gewürz oder ein japanischer Tee können Neugier auslösen. Entscheidend ist, dass die Begeisterung nicht nach einem kurzen Vorsatz wieder verschwindet.

Genuss als Lernmoment

Wer bewusst riecht, schmeckt und vergleicht, lernt ebenfalls etwas Neues. Vielleicht ist genau das die angenehmste Form, die eigene Neugier wachzuhalten.

Ein persönliches Ziel trägt weiter als Disziplin

Alexander begann mit 65 Jahren, Japanisch zu lernen. Nicht weil es besonders leicht wäre, sondern weil ihn Japan, seine Teekultur und seine Küche faszinieren. Genau diese Verbindung macht einen Unterschied: Ein konkreter Mensch, eine Reise oder ein Thema gibt neuen Vokabeln einen Sinn und hält die Neugier lebendig.

Neugier kann bei einer Sprache beginnen – oder bei einem unbekannten Tee, einem Gewürz oder einer neuen Honigsorte.

Genussvolle Grüße,
Dein Alexander

Quellhinweise

Gerald Hüther und Christoph Quarch: Rettet das Spiel!

Quellenverzeichnis: 

Bas Kast (Der Ernährungskompass) 

  • Harvard University – Langzeitstudie zu Fettsäuren und Sterblichkeitsrisiko: Kast bezieht sich auf eine Untersuchung an über 126.000 Menschen über 32 Jahre. Diese Studie belegt das im Newsletter erwähnte "Butter-Paradoxon": Wer Kohlenhydrate oder gesättigte Fette (wie in Butter) durch pflanzliche, ungesättigte Fette ersetzt, senkt sein allgemeines Sterblichkeitsrisiko signifikant. 
  • Harvard University – Studie zu Schlankmachern: Eine weitere große Auswertung aus Harvard offenbarte, dass der Verzehr von Nüssen, obwohl sie kalorienreich sind, überraschenderweise vor Übergewicht schützt. Je mehr Nüsse die Probanden aßen, desto geringer fiel ihre Gewichtszunahme aus. Nüsse sind demnach stark mit einem flacheren Bauch assoziiert. 
  • Forschungen zum „Eiweiß-Effekt“ (Stephen Simpson & David Raubenheimer): Kast stützt sich auf die bahnbrechenden Experimente dieser Forscher (u.a. in Oxford und im Schweizer Chalet durchgeführt). Sie beweisen, dass unser Körper auf die Zufuhr von Proteinen programmiert ist. Kleine Proteinbomben wie Nüsse stillen diesen spezifischen Hunger enorm schnell und bewahren uns davor, uns unbewusst mit kohlenhydratreichem Essen zu überfressen. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien) zum Herz-Kreislauf-System: Kast zitiert dieses groß angelegte Experiment mit rund 7.500 Teilnehmern, das gezeigt hat, dass eine fettreiche Ernährung – gezielt ergänzt mit einer täglichen Ration Nüssen (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln) – vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und das Schlaganfallrisiko drastisch senkt. 

 

Prof. Dr. Andreas Michalsen (Ernährung. Meine Quintessenz) 

  • UK Biobank Studie – Nüsse als „Mood Food“ (Depressionsrisiko): Prof. Michalsen zitiert eine Datenanalyse der UK Biobank, bei der zwischen 2007 und 2020 rund 13.000 Menschen untersucht wurden. Das Ergebnis zeigte deutlich: Der tägliche Verzehr von etwa 30 Gramm Nüssen reduziert das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um 17 Prozent. 
  • Forschungen der Universität Graz zu Spermidin und Autophagie (Frank Madeo & Tobias Eisenberg): Michalsen führt die molekularbiologischen Studien aus Graz an, die Spermidin als echtes "Fasten-Mimetikum" (eine Substanz, die Fasteneffekte imitiert) identifizierten. Da Nüsse gute Quellen für Spermidin sind, kurbeln sie die Autophagie – das lebensverlängernde, zelluläre Selbstreinigungsprogramm des Körpers – an. 
  • Mikrobiom-Forschung zu Ballaststoffen und kurzkettigen Fettsäuren: Michalsen verweist auf den breiten Konsens der modernen Forschung zum Mikrobiom. Die unverdaulichen Ballaststoffe in Nüssen dienen den guten Darmbakterien als Futter. Aus ihnen produzieren die Bakterien kurzkettige Fettsäuren (wie Buttersäure), die Entzündungen hemmen, die Darmbarriere stärken und indirekt über das Hormon GLP-1 stark sättigend wirken. 
  • Kalorienverwertung von Nüssen (u.a. Studien der Arizona State University & Weizmann-Institut): Michalsen erklärt das Phänomen, dass beim Verzehr von Nüssen gar nicht das gesamte Fett vom Körper aufgenommen wird. Durch die Ballaststoffgerüste landet ein messbarer Teil der Nuss-Kalorien unverdaut in der Toilette, weshalb diese Fettsäuren nicht als Hüftspeck enden können. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien): Auch Prof. Michalsen zieht diesen Meilenstein der Ernährungsforschung (die Predimed-Studie mit über 7.000 Teilnehmern) heran, um zu untermauern, dass Nüsse und Olivenöl als gesunde Fette das Risiko für schwere Herzinfarkte und Schlaganfälle um 30 Prozent verringern können.