Bewusst süßen – Honig statt Zucker und naturbelassener Honig

23.09.2026
Geöffnetes Honigglas mit Honiglöffel

Hallo Genussfreund,

Bewusst süßen bedeutet nicht, Süße vollständig zu streichen. Honig statt Zucker bringt ein eigenes Aroma mit – besonders dann, wenn naturbelassener Honig sorgfältig ausgewählt wird.

Intensive Süße bewusst dosieren

Honig statt Zucker bedeutet nicht automatisch weniger Zucker. Naturbelassener Honig bringt jedoch ein eigenes Aroma mit, sodass oft eine kleinere Menge genügt. Entscheidend bleibt die bewusste Dosierung.

Warum Honig lange haltbar ist

Sein geringer Wassergehalt trägt dazu bei, dass Honig sehr lange haltbar bleibt. Kristallisiert er, ist das kein Zeichen für Verderb. Die Konsistenz verändert sich, der Honig kann weiterhin verwendet werden.

Honig richtig aufbewahren

Honig am besten gut verschlossen, trocken, dunkel und eher kühl lagern. Die Honige von Tío Juan Cruz stammen aus einer Familienimkerei in Aragón, die mit ihren Bienenvölkern dem Blütenzug durch Spanien folgt und den Honig schonend siebt und reifen lässt.

Kristallisation gehört zu echtem Honig

Je nach Blütensorte kristallisiert Honig früher oder später. Das ist ein natürlicher Vorgang und kein Qualitätsmangel. Wird er wieder flüssiger gewünscht, lässt sich das Glas behutsam in einem warmen Wasserbad erwärmen. Große Hitze ist dabei nicht nötig und würde das feine Aroma verändern.

Ein guter Honig braucht keine große Menge. Oft genügt ein kleiner Löffel, damit sein Duft und seine Herkunft spürbar werden.

Genussvolle Grüße,
Dein Alexander

Quellhinweise

Herkunfts- und Verarbeitungsangaben laut Miel del Tío Juan Cruz/auteniQ.

Quellenverzeichnis: 

Bas Kast (Der Ernährungskompass) 

  • Harvard University – Langzeitstudie zu Fettsäuren und Sterblichkeitsrisiko: Kast bezieht sich auf eine Untersuchung an über 126.000 Menschen über 32 Jahre. Diese Studie belegt das im Newsletter erwähnte "Butter-Paradoxon": Wer Kohlenhydrate oder gesättigte Fette (wie in Butter) durch pflanzliche, ungesättigte Fette ersetzt, senkt sein allgemeines Sterblichkeitsrisiko signifikant. 
  • Harvard University – Studie zu Schlankmachern: Eine weitere große Auswertung aus Harvard offenbarte, dass der Verzehr von Nüssen, obwohl sie kalorienreich sind, überraschenderweise vor Übergewicht schützt. Je mehr Nüsse die Probanden aßen, desto geringer fiel ihre Gewichtszunahme aus. Nüsse sind demnach stark mit einem flacheren Bauch assoziiert. 
  • Forschungen zum „Eiweiß-Effekt“ (Stephen Simpson & David Raubenheimer): Kast stützt sich auf die bahnbrechenden Experimente dieser Forscher (u.a. in Oxford und im Schweizer Chalet durchgeführt). Sie beweisen, dass unser Körper auf die Zufuhr von Proteinen programmiert ist. Kleine Proteinbomben wie Nüsse stillen diesen spezifischen Hunger enorm schnell und bewahren uns davor, uns unbewusst mit kohlenhydratreichem Essen zu überfressen. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien) zum Herz-Kreislauf-System: Kast zitiert dieses groß angelegte Experiment mit rund 7.500 Teilnehmern, das gezeigt hat, dass eine fettreiche Ernährung – gezielt ergänzt mit einer täglichen Ration Nüssen (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln) – vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und das Schlaganfallrisiko drastisch senkt. 

 

Prof. Dr. Andreas Michalsen (Ernährung. Meine Quintessenz) 

  • UK Biobank Studie – Nüsse als „Mood Food“ (Depressionsrisiko): Prof. Michalsen zitiert eine Datenanalyse der UK Biobank, bei der zwischen 2007 und 2020 rund 13.000 Menschen untersucht wurden. Das Ergebnis zeigte deutlich: Der tägliche Verzehr von etwa 30 Gramm Nüssen reduziert das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um 17 Prozent. 
  • Forschungen der Universität Graz zu Spermidin und Autophagie (Frank Madeo & Tobias Eisenberg): Michalsen führt die molekularbiologischen Studien aus Graz an, die Spermidin als echtes "Fasten-Mimetikum" (eine Substanz, die Fasteneffekte imitiert) identifizierten. Da Nüsse gute Quellen für Spermidin sind, kurbeln sie die Autophagie – das lebensverlängernde, zelluläre Selbstreinigungsprogramm des Körpers – an. 
  • Mikrobiom-Forschung zu Ballaststoffen und kurzkettigen Fettsäuren: Michalsen verweist auf den breiten Konsens der modernen Forschung zum Mikrobiom. Die unverdaulichen Ballaststoffe in Nüssen dienen den guten Darmbakterien als Futter. Aus ihnen produzieren die Bakterien kurzkettige Fettsäuren (wie Buttersäure), die Entzündungen hemmen, die Darmbarriere stärken und indirekt über das Hormon GLP-1 stark sättigend wirken. 
  • Kalorienverwertung von Nüssen (u.a. Studien der Arizona State University & Weizmann-Institut): Michalsen erklärt das Phänomen, dass beim Verzehr von Nüssen gar nicht das gesamte Fett vom Körper aufgenommen wird. Durch die Ballaststoffgerüste landet ein messbarer Teil der Nuss-Kalorien unverdaut in der Toilette, weshalb diese Fettsäuren nicht als Hüftspeck enden können. 
  • PREDIMED-Studie (Spanien): Auch Prof. Michalsen zieht diesen Meilenstein der Ernährungsforschung (die Predimed-Studie mit über 7.000 Teilnehmern) heran, um zu untermauern, dass Nüsse und Olivenöl als gesunde Fette das Risiko für schwere Herzinfarkte und Schlaganfälle um 30 Prozent verringern können.